Traumhaft wandern im Liliental
Nachdem wir lange genug die schöne Aussicht vom Kaiserstuhl und Parkplatz Eisenbergspitze genossen haben überlegen wir uns mit Rudi woanders raus zu gehen.
Keine 15 Kilometer entfernt hatte der Cousin 3. Grades von dem ehemaligen Reichskanzlers Otto von Bismarck einen großen Gutshof besessen. Dieser wurde 1958 an die LVA verkauft. Anschließend wurde eine beeindruckende Vielfalt an unterschiedlicher Bäumen herangezogen.

Forstliche Versuchsanstalt Liliental
Die Forstliche Versuchsanstalt kaufte 1958 ein großes Gebiet im Lilienthal im Kaiserstuhl zwischen Ihringen und Wasenweiler im Südosten Baden-Württembergs und errichtete dort ein einmaliges Refugium an seltenen Bäumen und Sträuchern. Gleich hinter der Gaststätte beginnt die Exoten-Schau. Griechische Tannen, Lotuspflaumen, Tulpenbäume, amerikanische Parkbäume geben einen lebendigen Eindruck von der Vielfalt der Baumwelt. Dann dahinter ein 3 km langer Wanderweg, Ahorn, Linde, Birke und Eiche sind da zu sehen, auch der schon als ausgestorben vermutete Mammutbaum – in China wieder entdeckt – erfreut das Auge des Wanderers. Diverse Wege werden hier angeboten: der Wanderer kann 3 verschiedene Strecken aussuchen oder einfach aufs Gradewohl auf Entdeckungsreise gehen. Die Wege sind gut ausgebaut, man kann zu jeder Jahreszeit im Liliental spazieren gehen. Viele Tafeln an den Bäumen geben Hinweise auf die Arten, die hier wachsen, so dass man neben der Bewegung in der Natur auch noch eine ganze Menge hinzulernen kann.



Eindrucksvoll sind die vielen nordamerikanischen Mammutbäume und die japanischen Anpflanzungen. Zudem gibt es eine Vielzahl an Bäumen aus der ganzen Welt die auf dem fruchtbaren Lößboden angepflanzt wurden. Das gesamte Gebiet ist mit schönen Wanderwege durchzogen. Ein großer Parkplatz bietet Platz für unseren Campingbus und das Café lädt nach einer ausgiebigen Wanderung zum verweilen ein. Wer möchte kann auch von hier aus bis zur höchsten Erhebung im Kaiserstuhl, dem Totenkopf, aufsteigen und hat einen eindrucksvollen Blick über die Rheinebene und nach Freiburg im Breisgau.
Und dann ist unser Wochendtripp auch fast schon vorbei. Nach dem Abenteuer im weltweiten Wald suchen wir uns in Richtung Autobahn eine einheimische Gastwirtschaft und fahren dann bei Starkregen in Richtung👍 Heimat.